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Nachdem Herbert Fournier 1994 selbst von einer Lawine mitgerissen und zum Glück nur teilverschüttet wurde, begannen sich die beiden Tourengeher intensiv mit dem Thema Lawinen zu beschäftigen. Gemeinsam analysierten sie unzählige Unfallberichte und verglichen die Daten des Kuratoriums für Alpine Sicherheit und des Schweizer Lawinenforschungs Instituts SLF/Davos. Den Unfallberichten nach gelang es in der Praxis nur den wenigsten Kameraden, ihre Freunde mittels LVS-Gerät (Piepser) rechtzeitig zu finden. War jedoch auf der Oberfläche zufällig noch etwas zu sehen, reagierten sie trotz Stress und Panik instinktiv richtig und konnten dadurch die Verschütteten in den allermeisten Fällen retten. Diese Erkenntnis inspirierte Fournier&Venier zu einer Entwicklung, welche ursprünglich nur für deren eigene Sicherheit gedacht war. Die Einfachheit des Systems und die enormen Vorteile in der Praxis begeisterten schon damals ihre Tourenkollegen. Immer wieder wurde diskutiert wie wichtig es wäre, ein derartiges System für alle Wintersportler umzusetzen. Von der Notwendigkeit der Umsetzung überzeugt, gelang es ihnen nach mehrjähriger Entwicklungs- und Testzeit im Jahr 2000 den »AVALANCHE BALL« vorzustellen. Das System wurde in Fachkreisen schon bald als die Revolution in der Kameradenrettung bezeichnet. Trotz der hohen Effizienz dieses Rettungssytems hatten sie auch Gegner. Die seit dem Jahr 2000 gemachten Erfahrungen zeigen heute deutlich, dass die Skepsis so mancher »Meinungsbildner« unbegründet war.
Der
Erfolg sprach für sich. Nach all den Jahren können die
beiden stolz darauf sein, dem
mitunter kräftigen Gegenwind so mancher aus den
Reihen ihrer Mitbewerber abhängiger Experten
standgehalten zu haben. Sie haben
ihre Unabhängigkeit bewahrt und
ließen sich nicht beirren.
Daniela Venier & Herbert Fournier
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