mit Avalanche Ball in 20 Jahren
35 der 40 Personen
alle innerhalb weniger Minuten von Kameraden geborgen und überlebt
„Ich habe gespürt, wie jemand am Seil zieht“
Eine Verschüttete berichtet: „Zuerst ist ein kleines Schneebrett gekommen, ich habe sofort den Lawinenball ausgelöst. Als die Lawine zum Stillstand gekommen ist, hat gerade noch mein Kopf herausgeschaut. Plötzlich kamen weitere Schneemassen und dann war alles finster. Ich war wie einbetoniert, aber ganz ruhig, denn ich habe gedacht, der Lawinenball liegt oben, die finden mich bestimmt gleich. Auf einmal habe ich gespürt, wie jemand am Seil zieht. Dann ging alles ganz schnell.“
Sie lag 70 cm tief. Ihre Kameraden schreiben im Unfallbericht: „Alle LVS-Geräte waren funktionstüchtig und eingeschaltet. Doch die entscheidende Zeit gewann man durch den Lawinenball.“
Auszug aus dem Unfallbericht von E. Müller, stellv. Landesleiter Bergrettung Salzburg

Sehen, ziehen, graben
In Versuchen und in der Praxis lag der Ball immer gut sichtbar talwärts der verschütteten Person. Der Großteil der Leine bleibt an der Oberfläche, der Rest lässt sich dank 4 mm Durchmesser auch aus dicht gepacktem Schnee ziehen. Im Nahbereich wirkt die Leine wie eine Sonde.




1,5 m tief, trotzdem schnell gefunden
Bei einer Übung der Bergrettung lag ein Dummy 1,5 m tief. Bei einem Lawinenversuch in Davos war ein Dummy bis 150 cm verschüttet. Der Ball blieb sichtbar, die Bergung war laut Protokoll nach 5 Minuten abgeschlossen.
Entscheidend ist, dass niemand suchen muss. Die Kameraden sehen den Ball, folgen der Leine und beginnen sofort an der richtigen Stelle zu graben.


Dokumentiert
Die Videos laden erst nach einem Klick. Dabei werden Daten an YouTube übertragen.
